Retrognathie

Der Begriff Retrognathie wird in der Zahnmedizin verwendet und beschreibt eine Rückverlagerung des Kiefers im Verhältnis zur Schädelbasis. Dabei wird unterschieden zwischen einer Rückverlagerung des Oberkiefers und einer Rückverlagerung des Unterkiefers.

Die unterschiedlichen Arten

Die Rückverlagerung des Oberkiefers wird auch maxilläre Retrognathie genannt. Eine solche Retrognathie ist häufig erblich bedingt und beschreibt eine Wachstumshemmung des Oberkiefers. Dabei ist der Oberkiefer verkürzt und wird vom normal entwickelten Unterkiefer überragt.

Ist der Unterkiefer rückverlagert, nennt man dies in der Zahnmedizin mandibuläre Retrognathie. Bei dieser Art der Retrognathie handelt es sich nicht um eine „“falsche““ Größe des Unterkiefers, sondern um eine fehlerhafte Lage. Auch die Lage der Kiefer zueinander ist in diesem Fall nicht berücksichtigt. Allein die Rückverlagerung des Unterkiefers im Verhältnis zur Schädelbasis ist hier maßgebend und in vielen Fällen erblich bedingt.

Zurück