Amalgam

Mit Amalgam werden in der Chemie verschiedene Legierungen des Quecksilbers bezeichnet. Quecksilber ist bei Raumtemperatur flüssig und besitzt die Eigenschaft andere Metalle lösen zu können, wobei sich entsprechende Amalgame bilden. Im Gegensatz zum reinen Quecksilber sind seine Legierungen bei Zimmertemperatur fest, insofern der Quecksilberanteil nicht zu hoch ist.

Verwendung in der Zahnmedizin

In der Zahnmedizin lassen sich Amalgame, vornehmlich mit Silber und Kupfer, als Material für Zahnfüllungen verwenden. Aufgrund der höheren Korrosionsbeständigkeit hat sich hierfür Silberamalgam mit einem Silberanteil von mindestens 40% durchgesetzt. Da reines Quecksilber äußerst giftig ist, kam die zahnmedizinische Verwendung schon früh in die Kritik. Zahnärzte müssen Amalgam-Reste wegen des Quecksilbergehalts als Sondermüll entsorgen. Problematisch sind solche Zahnfüllungen ebenso hinsichtlich allergischer Reaktionen, Unverträglichkeiten, sowie galvanischer (elektrochemischer) Reaktionen mit anderen Zahnmetallen, durch welche Quecksilber freigesetzt werden kann.

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